TCM & Akupunktur


Was ist Akupunktur?

Von allen Therapieverfahren der traditionellen chinesischen Medizin hat sich die Akupunktur am weitesten im westlichen Gesundheitssystem durchgesetzt und weiterentwickelt. Ihr besonderer Vorteil ist: Sie ist nicht nur effektiv, sondern auch nebenwirkungsarm.

Die Wirkungsweise der Akupunktur wird seit vielen Jahren intensiv erforscht, viele Zusammenhänge sind bereits aufgeklärt. Demgegenüber steht das traditionelle chinesische Verständnis, wonach der gesamte Organismus von einem dichten Netzwerk von sogenannten Meridianen durchzogen ist.

Dort wird auch von einer Lebensenergie gesprochen. (welche in China „ Qi“ genannt wird.) Diese lebenserhaltenden Kräfte sind aber gleichzeitig wirksam. Durch die Stimulation der Punkte dieser Meridiane, kann der Energiefluss reguliert werden – ein zu wenig oder im Gegenteil zu viel von Yin und Yang kommt wieder ins Gleichgewicht. Dadurch werden Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert.

Welche Krankheiten kann Akupunktur behandeln?

Das Ziel einer Behandlung durch traditionelle chinesische Medizin ist es, den ganzen Menschen zu behandeln und nicht eine lokale Krankheit, denn jede Krankheit oder körperliche Störung ist eingebunden in den ganzen Organismus. Jede Störung unterliegt einer individuellen Entwicklung und hat sich mit der individuellen Geschichte eines Menschen entfalten können. Auch wenn sich wichtige Symptome ähneln, so sind die Ursachen doch meist vielfältig und unterschiedlich. Deshalb muss auch die Therapie unterschiedlich sein.

Im allgemeinen hat sich gezeigt, dass Störungen wie Schlaflosigkeit, Stressreaktionen, Energielücken, Schmerzzustände (akute und chronische), hormonelle Störungen, funktionelle Erkrankungen, Allergien, Heuschnupfen, Unfruchtbarkeit, hormonelle Störungen, Alterserscheinungen sowie auch chronische Erkrankungen sehr gut auf die Akupunktur ansprechen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von Erkrankungen veröffentlicht die erfolgreich mit Akupunktur behandelt werden können:

  • Bronchopulmonale Erkrankungen: Bronchitis, Pseudokrupp, Hyperreagibles Bronchialsystem, Asthma bronchiale
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Funktionelle Herzerkrankungen, Hypertonie und Hypotonie, Durchblutungsstörungen
  • Gynäkologische Krankheitsbilder: Zyklusstörungen, Dysmenorrhoe, Prämenstruelles Syndrom, klimakterisches Syndrom, Mastopathie, Fertilitätsstörungen, Frigidität, Geburtsvorbereitung, Geburtseinleitung, Geburtserleichterung, Laktationsstörungen
  • Neurologische Erkrankungen: Migräne, Spannungskopfschmerz, Trigeminusneuralgie, Atypischer Gesichtsschmerz, Interkostalneuralgie, Zosterneuralgie, Phantomschmerz, Polyneuropathie, Parästhesien, Lähmungen, Fazialisparese, vegetative Dysfunktion
  • Gastrointestinale Erkrankungen: Funktionelle Magen-Darm-Störungen Singultus, Hyperemesis, Ösophagitis, Gastritis, Gastroenteritis, Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni, Cholezystitis, Hepatitis, Obstipation, Diarrhoe, Colon irritabile (Reizdarm), Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems: Myofasziale Schmerzsyndrome, Radikulärsyndrome, Pseudoradikulärsyndrome Arthralgien, Arthrosen, Arthritis, rheumatoide Arthritis, HWS-Syndrom, Tortikollis, BWS-Syndrom LWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie, Schulter-Arm-Syndrom, Periarthritis humeroscapularis, Epikondylopathien, Karpaltunnelsyndrom. Koxarthrose, Koxalgie, Gonarthrose, Gonalgie, Tendinopathien (Erkrankungen der Sehnen, z.B. Tennis-Ellenbogen, Achillessehnenentzündung)
  • Psychische und psychosomatische Störungen sowie Suchterkrankungen: Depressive Verstimmungen, Depression, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Psychovegetatives Syndrom, Unruhezustände, Entgiftungsbehandlung und Therapiebegleitung bei Suchterkrankungen wie: Alkoholabusus Nikotinabusus, Bulimie, Adipositas
  • Urologische Erkrankungen: Cystitis, Prostatitis, Pyelonephritis, Funktionelle Störungen des Urogenitaltraktes: Reizblase, Harninkontinenz, Enuresis nocturna, Impotenz
  • Hauterkrankungen: Urtikaria (Nesselsucht), Neurodermitis

In der ST Med-Praxis können alle diese Indikationen bei Dr. med. (I) Armin Fürst behandelt werden – auch bei Männern.

Traditionelle chinesische Medizin

Bei der traditionellen chinesischen Medizin kommen zusätzlich zur Akupunktur verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  • Schröpfen: Hier wird mittels Gläsern, in welchen ein Vakuum erzeugt wird, ein Reiz an gewissen Kardinalpunkten des Körpers erzeugt. Auch eine Massage kann hier mit den Schröpfgläsern durchgeführt werden. Dr. Armin Fürst benutzt sowohl die Technik des Feuer-Schröpfens als auch die Vakuum- Pumpe.
  • Chinesische Arznei und Kräutertherapie: Diese kann wahrhaftig auf eine sehr lange Tradition und Geschichte zurückblicken: Nach Beginn unserer Zeitrechnung entstand das Shang Han Lun, eine Abhandlung über Kälte-Krankheiten. Sie gilt als eine der ältesteten klinischen Abhandlungen der Medizingeschichte überhaupt. Ein Kompendium der Materia Medica (also ein Werk über Arznei-Kräuter) war die Tang Materia Medica und wurde 659 A.D. herausgegeben.
  • Anwendung Chinesischer Arzneitherapie: Auch einige westliche Kräuter haben in der chinesischen Medizin ihren Platz. Die Therapie mit chinesischen Kräutern kann hochwirksam sein. Jedoch können hier auch Nebenwirkungen auftreten. Die pflanzlichen Präparate sollten daher von einem Arzt für traditionelle chinesische Medizin verschrieben werden und und keinesfalls ohne Rat eines Fachexperten in Selbstmedikation angewendet werden. Dr. Armin Fürst erstellt Ihnen nach seiner Diagnose – gerne auch mit chinesischen Diagnosemethoden – gerne ein auf Sie zugeschnittenes Rezept.
  • Moxa-Therapie: Hier werden sogenannte Moxa-Zigarren oder -Kegel angezündet, die meist aus Artemisia-Kraut bestehen. Dadurch werden ausgewählte Akupunktur-Punkte des Körpers stimuliert. Die so erzeugte Wärme dringt in die Schichten des Körpers ein und setzt einen Reiz. Diese Technik wird auch in der Schwangerschaft und Geburtshilfe verwendet.
  • Qigong: Diese aus der traditionellen chinesischen Medizin stammenden Bewegungs- und Konzentrationsformen finden ihren Ursprung in der Kampfkunst und in der Meditation. Auch diese Techniken werden von Dr. Armin Fürst in der Praxis routinemässig mit der Akupunktur angewendet. Dr. Fürst hat sich selbst erstmals vor ca. 30 Jahren als Medizinstudent in einem Kung-Fu-Kurs bei einem Meister aus Peking mit diesen Techniken auseinandergesetzt und war schon damals von den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit beeindruckt.

TCM und Kinderwunsch

Ein (unerfüllter) Kinderwunsch ist eine ausgezeichnete Indikation für traditionelle chinesische Medizin. Zur Freude vieler Patientinnen hat Dr. Armin Fürst in diesem Bereich Therapien wie Akupunktur und Pflanzenheilkunde erfolgreich eingesetzt. Bei unerfülltem Kinderwunsch kombiniert er diese Verfahren zusätzlich mit westlicher Naturheilkunde (als Inhaber der Zusatzbezeichnung „Naturheilverfahren nach Ärztekammer Baden-Württemberg“). Hier kommen ausleitende und stützende Verfahren zum Einsatz. Wichtig ist hier auch eine zusätzliche Behandlung des Partners zur Besserung der Spermienqualität.

Sprechstunden bei Dr. med. (I) Armin Fürst in Deutsch, Englisch oder Italienisch.